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"Pillars and Panels"


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"Pillars and Panels"

  BARBARA DAVI
Pillars and Panels

Seit dem Abschluss an den Schulen für Gestaltung in Luzern und Zürich hat sich die 1971 in Luzern geborene Künstlerin in kurzer Zeit ein Spektrum erstaunlicher Parallelwelten erarbeitet. „Nantucket“, ein Projekt, das sie vor drei Jahren im Kunstmuseum Luzern realisierte, thematisiert den gleichnamigen Ort, eine Insel südlich von Cape Cod, die für den industriellen Walfang berühmt war, an den sie sich in ihrem Ausstellungsprojekt annähert und dabei fast beiläufig so aktuelle Themen wie die Ausbeutung der Natur durch den Menschen in eine eigenwillige Form der Geschichtsbetrachtung mittels Kunst übersetzt.
Die Arbeit "Weltlandschaft", für die sie 2007 einen Werkbeitrag von Stadt und Kanton Luzern erhielt, stellt den Versuch dar, eine andere gedankliche Topographie zu erschaffen, in der sich Manets "Olympia" mit den ägyptischen Pyramiden oder den Hochhäusern von Manhattan verbindet – als würde man entlang dem Seil, das sich durch das bildhafte Tableau zieht, assoziativ von einer Insel zur andern, von einem Knoten in der Weltgeschichte zum nächsten gleiten. Dabei gelingt es der Künstlerin in überzeugender Weise, diese unterschiedlichen Bildwelten miteinander zu verschmelzen zu einer vielgestaltigen, sinnlich wie ästhetisch verdichteten Bildwelt, in der sich die vermeintliche Wirklichkeit scheinbar immer wieder neu verknüpft, verdichtet, ausweitet und auflöst.

«Pillars and Panels»
Im o.T. Raum für aktuelle Kunst realisiert Barbara Davi eine raumgreifende, installative Arbeit, die aus einzelnen, in sich geschlossenen Werken besteht. Dabei gilt ihr Interesse und ihre Aufmerksamkeit dem architektonischen Raum. Als zentrales Element benutzt die Künstlerin die im Raum vorhandenen Stützpfeiler und setzt sie durch einen subtilen Eingriff markant in Szene. Die Intervention verändert die architektonische Wahrnehmung und schafft gleichzeitig eine neue Plattform im Raum. Weitere Arbeiten, die in ihrer Anordnung im Raum eine atmosphärische Wirkung erzeugen, sind Collagen, scherenschnittartige Papiergebilde und Objekte. Aus vorgefundenem Bildmaterial von Innenräumen mehrheitlich historischer Bauwerke und Monumente kreiert Barbara Davi Collagen, in denen geometrische Flächen gegebene Perspektiven auflösen und vorhandene Dimensionen in Frage stellen, oder fragile Gebilde, eine Art Scherenschnitte mit architektonischen Sujets, die sich als sensible Objekte inhaltlich neu vernetzen.